Konfirmandenfreizeit die X.

Am 02.10.2017 war es wieder soweit. Um 10:41 traten 20 Konfis zusammen mit 4 Teamern und dem Pastor die Reise nach Sprötze an.
Bereits im in der Bahn nach Hannover wurden wilde Spekulationen über den weiteren Verlauf der Woche angestellt…bzw erstmal nur für den Verlauf der nächsten drei Stunden: “Gibt es in diesem Metro-dingsbums WLAN?!”

Leider nein. Also musste man sich doch notgedrungen unterhalten. In Sprötze am Bahnhof angekommen wurden weitere Vermutungen angestellt. Der Fußweg bis zur Jugendherberge soll wohl um die 20-90 Minuten betragen. Trotz der ungünstigen Wetterlage und des langen Weges, kam Seitens der Konfis kein Gemecker. Das wurde ganz den Teamern überlassen. (” Ich dachte echt das wäre schon da vorne.” oder “Hätte ich mir doch bloß nicht so viel angezogen, ich schwitze.”)

Nachdem alle heile angekommen sind, die Zimmer eingerichtet und die wichtigsten Infos besprochen worden sind, wurde das inzwischen bessere Wetter direkt für eine Runde Fußball und ein paar Kennlern-Spiele draußen genutzt, bevor es dann endlich Abenbrot gab.
Dabei stellte sich heraus, dass die Sitte,sich vor dem Essen anzubrüllen, für manche Pastoren eine ganz neue und verstörende Erfahung ist. Doch nachdem auch dieser Schreck überwunden war konnte es nach dem Essen munter weiter gehen im Programm. Nach weiteren Spielen und Wettkämpfen ( “Ach, es ist ja erst 22:30 Uhr) war der erste Tag schon geschafft und alle gingen (mehr oder weniger) direkt in ihr (mehr oder weniger) eigenes Bett.

Der zweite Tag startete im wahrsten Sinne des Wortes mit Gott und damit, sich ein Bild von ihm zu machen. (Darf man das überhaupt?) Ja, das war an diesem Tag sogar Hauptbestandteil des Vormittags. Nachdem Wunschgruppen eingeteilt wurden, bekam jede Gruppe ein Gottesbild, um es darzustellen. Der Kreativität waren hierbei keine Grenzen gesetzt. Ob mit Steinen, Farbe, Blättern, Gips, Karton oder was auch immer, alle machten sich fleißig daran, ein besonders schönes Ergebnis zu erzielen. Dass die Farbe irgendwann nicht mehr nur auf den Rigips Platte landete war allerdings schon abzusehen…
Am Nachmittag mussten die Teamer allerdings über etwas unerfreuliches entscheiden: Nachtwanderung ja oder nein? Zu matschig, oder geht noch?
Entscheidung fiel dann auf: Ja, und dann duschen alle. Die stinken.
Die Folgen der Entscheidung waren allerdings überraschend. Trotz Dunkelheit, Kälte und knöcheltiefem Matsch gab es weder Rumgeschrei noch Mimimi. Naja…Lügen darf man nicht sagen, ein bisschen Mimimi gab es schon, aber es kann ja niemand was dafür, dass sich bestimmte Teamer lieber in den Matsch legen.

Auch der dritte Tag forderte wieder alle Kreativität von den Konfis. Diesmal wurde sich intensiv mit Jesus beschäftigt. Ob als “Lego-Movie”, als Standbild, oder als Video…so hat man die drei ausgewählten Bibelgeschichten wohl noch nie gesehen.
Am Abend folgte dann der Klassiker: Werwolf!
Die Reaktion wie immer ein lautes Jubeln gepaart mit Kommentaren von den Spezialisten. (” Spielen wir auch mit Dorfnutte?!”)
Nachdem die Regeln und die einzelnen Zusatzkarten lang und breit erklärt worden sind, konnte das Spiel auch schon starten…und was soll man sagen? Bei einigen wurden die Grenzen geöffnet, andere waren nüchtern und wieder andere wurden als Neubürger des Dorfes direkt in der ersten Runde getötet.

Was am Donnerstag morgen folgte, war bereits abzusehen: ” SPIELEN WIR HEUTE NOCHMAL WERWOLF??”….Ja….aber erst später. Am Vormittag ging es in einer Unterrichtseinheit um den heiligen Geist. Warum man sich dazu die Füße weiß anmalen musste, ist den meisten wohl bis heute schleierhaft. Auch die Teamer stellen diese Methode wohl immernoch in Frage und hoffen, dass nächstes Jahr noch Gras an der Stelle wächst, wo durch Industriereiniger ein Atomkrieg verbildlicht wurde. (An dieser Stelle Notiz fürs nächste mal: Folien zum Unterlegen! )
Der Nachmittag wurde allerdings so verbracht, wie es sich die meisten erhofft hatten. Da in der Nacht von Mittwoch auf Donnestag noch ausfürhlich die weiteren Zusatzkarten des Werwolf-Spieles studiert wurden, begann das Spiel auch an diesem Tag erstmal mit einer Erklärstunde. (“Aber wo ist denn die Dorfnutte?!”)

Und schon war der letzte Tag angebrochen…
Es war Zeit das zuende zu bringen, worauf die ganze Woche lang hingearbeitet wurde. Es sollte ein Glaubensbekenntis geschrieben werden. Ein ganz persönliches. Wie groß die Motivation dafür letztendlich war,hätte wohl niemand erwartet. Die Ergebnisse können sich also wirklich sehen lassen!
Nachmittags wurde das einigermaßen gute Wetter noch für ein paar Spiele draußen genutzt. Aber das soll noch lange nicht  heißen, dass die überschüssige Energie dadurch weg war. Beim Abendessen wurde regelecht durchgedreht! Einige hatten kaum noch Kontrolle über ihre Blase, während andere ihr gerade zu sich genommenes Trinken sorgfältig über den ganzen Tisch verteilten.
Der Spaß kam bei diesem Abendessen auf jeden Fall nicht zu kurz.
Als Abschluss der Woche hatten sich die Konfis überlegt gemeinsam einen Film zu schauen und im Anschluss “voll die fette Party” zu machen. Mit Chips und so.
Als Film wurde Hangover 3 ausgesucht und kaum war der vorbei, wurde der Raum mit Luftschlangen geschmückt und Lieder wie “Major Tom” oder “Hulapalu” beschallten das gesamte Haus. Leider tropfte es an diesem Abend durchs Dach…

Insgesamt kann man also sagen, dass es eine wirklich schöne und witzige Woche war. Es wurde einiges gelernt, doch auch der Spaß kam nie zu kurz. Die Motivation und die Zusammenarbeit der Gruppe war überraschend und wir sind froh, ohne schlimme Verletzungen, große Streits oder Regelverstöße wieder heile angekommen zu sein.

P.S. EDEKA hatte Dienstag zu.
P.P.S. Fabian übernimmt gerne den Küchendienst

Anne